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Buchvorstellung:
18. Mai 2009, 19 Uhr
Institut français de Leipzig

Buchvorstellung
21 Juni, 16 h
12 rue guénégaud 75006 Paris : www.gimpel-muller.com

Lebendiger Sartre. 115 Begegnungen.

Herausgegeben von Vincent von Wroblewsky,
Berlin, BasisDruck Verlag 2009.
Die Bestelladresse lautet:
bestellbasis@onlinehome.de
24,80 € - portofrei für die Mitglieder der Sartre-Gesellschaft

Inhaltsverzeichnis - *.pdf    Klappentext
Nachwort - *.pdf

Das Buch wurd im Rahmen einer Veranstaltung   LEBENDIGER SARTRE
Teilnehmer : Vincent von Wroblewsky, Gesine Bey, Ulrich Johannes Schneider. zusammen mit dem
  Institut français de Leipzig am 13. März 2009 um 19 Uhr im
Cafe CANITO, Gottschedstr. 13, 04109 LEIPZIG vorgestellt:

     ca. 1 Std. 15 min

Bitte klicken Sie mit einem Doppelklick auf den Pfeil, um das Gespräch zu hören.

Hier kann die Tondatei  sartre-leipzig.mp3 auch heruntergeladen werden.

Falls Sie hier das Steuerelement für die Tondatei nicht sehen sollten, ist auf ihren PC der Flash Player nicht installiert. Die Installation ist ganz einfach.


Klappentext:

115 Frauen und Männer dreier Generationen aus 23 Ländern auf vier Kontinenten erzählen in Originalbeiträgen von ihrer ersten Begegnung mit Jean-Paul Sartre, vom Menschen, mit dem sie kämpften, mit dem sie arbeiteten, dem sie in Freundschaft oder Liebe verbunden waren. Andere lernten ihn durch sein Werk kennen, begegneten dem Theaterautor, dem Schriftsteller, Essayisten, Philosophen, Kunst- und Literaturkritiker in einem oder in vielen seiner Texte, angeregt durch Freunde, die Schule, die Universität. Wieder andere kreuzten den Weg des engagierten Intellektuellen, bewunderten ihn aus mehr oder weniger großen Nähe oder Ferne, verbanden ihr Leben mit seinem Beispiel oder hielten kritische Distanz.
Jeder Text steht für sich, hat seinen eigenen Wert. Zugleich ist dieses Puzzle aus vielen Einzelteilen mehr als die Summe seiner Teile. Es entsteht ein lebendiges, auch widersprüchliches Gesamtbild, das viele Lektüren erlaubt, Anregungen vermittelt, auf verschiedene mögliche Herangehensweisen aufmerksam macht. Und es macht noch etwas sichtbar: über alle Kontinente hinweg gibt es Gemeinsamkeiten in der Rezeption, besonders bei der Aufnahme Sartres als Künstler und Intellektueller, der junge Leser für die Literatur und Philosophie zu begeistern vermag und dadurch oft ihren weiteren Lebensweg dauerhaft beeinflußt. Sartre zeigt sich dabei als ein Teil der Weltkultur, die er mit hervorbringt und prägt.
Das Buch kann als Einführung in Sartre gelesen werden, in seine Biographie, in sein Werk. Diese Lektüre kann auf Texte aufmerksam machen, die man bisher weniger beachtet hat, zu Interpretationen anregen, sie kann Vergleiche mit den Erfahrungen provozieren, die man selbst gemacht hat. Das ersetzt keine gründliche Monographie oder Biographie und geht zugleich über sie hinaus: es werden neue Aspekte, Details sichtbar, die in keiner von ihnen zu finden sind.
Die hier vorgestellte Sammlung vermittelt etwas, das kein anderes Genre vermag: Ein vielfädiges, knotenreiches Netz, ein Gespräch, das mögliche subjektive, existentielle Zugänge, Erfahrungen, Erlebtes nahe bringt. Dieses vielstimmige Gespräch verbindet das Erlebte, le vécu, mit der Situation - einem Schlüsselbegriff Sartres. Und damit wird uns auch erlebte Geschichte sichtbar. Das Gemeinsame der politischen Situationen in Südkorea, Brasilien, Burkina Fasso, Franco-Spanien, in der Sowjetunion oder der DDR in bestimmten Momenten der Geschichte der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts wird plötzlich - bei allen Unterschieden - sichtbar, und zwar aus einer anderen Sicht als jener der Lehrbücher. So zeichnet sich durch Sartre und seine Rezeption ein Bild der letzten Jahrzehnte ab, bestimmte Umrisse der Nachkriegszeit in Europa und in der außereuropäischen Welt, auch Blicke und Träume, Projektionen und Hoffnungen, die über die Grenzen wandern, werden erkennbar.