Herausgegeben von Vincent von Wroblewsky,
Berlin, BasisDruck
Verlag 2009.
Die Bestelladresse lautet: bestellbasis@onlinehome.de 24,80 € - portofrei für
die Mitglieder der Sartre-Gesellschaft
Das Buch wurd im Rahmen einer Veranstaltung LEBENDIGER
SARTRE
Teilnehmer : Vincent von Wroblewsky, Gesine Bey, Ulrich Johannes
Schneider. zusammen mit dem Institut
français de Leipzigam 13. März 2009 um
19 Uhr im
Cafe CANITO, Gottschedstr. 13, 04109 LEIPZIG vorgestellt:
ca. 1 Std. 15 min
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Klappentext: 115 Frauen und Männer
dreier Generationen aus 23 Ländern auf vier Kontinenten
erzählen in Originalbeiträgen von ihrer ersten Begegnung
mit Jean-Paul Sartre, vom Menschen, mit dem sie kämpften,
mit dem sie arbeiteten, dem sie in Freundschaft oder Liebe
verbunden waren. Andere lernten ihn durch sein Werk kennen,
begegneten dem Theaterautor, dem Schriftsteller, Essayisten,
Philosophen, Kunst- und Literaturkritiker in einem oder in
vielen seiner Texte, angeregt durch Freunde, die Schule, die
Universität. Wieder andere kreuzten den Weg des engagierten
Intellektuellen, bewunderten ihn aus mehr oder weniger großen
Nähe oder Ferne, verbanden ihr Leben mit seinem Beispiel
oder hielten kritische Distanz.
Jeder Text steht für sich, hat seinen eigenen Wert. Zugleich
ist dieses Puzzle aus vielen Einzelteilen mehr als die Summe
seiner Teile. Es entsteht ein lebendiges, auch widersprüchliches
Gesamtbild, das viele Lektüren erlaubt, Anregungen vermittelt,
auf verschiedene mögliche Herangehensweisen aufmerksam
macht. Und es macht noch etwas sichtbar: über alle Kontinente
hinweg gibt es Gemeinsamkeiten in der Rezeption, besonders
bei der Aufnahme Sartres als Künstler und Intellektueller,
der junge Leser für die Literatur und Philosophie zu
begeistern vermag und dadurch oft ihren weiteren Lebensweg
dauerhaft beeinflußt. Sartre zeigt sich dabei als ein
Teil der Weltkultur, die er mit hervorbringt und prägt.
Das Buch kann als Einführung in Sartre gelesen werden,
in seine Biographie, in sein Werk. Diese Lektüre kann
auf Texte aufmerksam machen, die man bisher weniger beachtet
hat, zu Interpretationen anregen, sie kann Vergleiche mit
den Erfahrungen provozieren, die man selbst gemacht hat. Das
ersetzt keine gründliche Monographie oder Biographie
und geht zugleich über sie hinaus: es werden neue Aspekte,
Details sichtbar, die in keiner von ihnen zu finden sind. Die hier vorgestellte Sammlung vermittelt etwas, das kein
anderes Genre vermag: Ein vielfädiges, knotenreiches
Netz, ein Gespräch, das mögliche subjektive, existentielle
Zugänge, Erfahrungen, Erlebtes nahe bringt. Dieses vielstimmige
Gespräch verbindet das Erlebte, le vécu, mit der
Situation - einem Schlüsselbegriff Sartres. Und damit
wird uns auch erlebte Geschichte sichtbar. Das Gemeinsame
der politischen Situationen in Südkorea, Brasilien, Burkina
Fasso, Franco-Spanien, in der Sowjetunion oder der DDR in
bestimmten Momenten der Geschichte der zweiten Hälfte
des Zwanzigsten Jahrhunderts wird plötzlich - bei allen
Unterschieden - sichtbar, und zwar aus einer anderen Sicht
als jener der Lehrbücher. So zeichnet sich durch Sartre
und seine Rezeption ein Bild der letzten Jahrzehnte ab, bestimmte
Umrisse der Nachkriegszeit in Europa und in der außereuropäischen
Welt, auch Blicke und Träume, Projektionen und Hoffnungen,
die über die Grenzen wandern, werden erkennbar.